#Hausauflösung

Tag 20 – Der kleine Vagabund

#Hausauflösung Tag 20 von 86 – „Der kleine Vagabund“

Lange Zeiten meines Leben hielt er sich verdeckt im Hintergrund. Anderen Wünschen und Zielen zuliebe nahm er sich zurück und bot anderen Lebensentwürfen Platz:

Der kleine Vagabund in mir.

Ich kreierte mir ein wundervolles Leben mit Ehemann, Kinder, Haus, zwei schönen Autos und alles, was da eben so dazugehört.

Zwölf Jahre haben mein Mann und ich gemeinsame Träume erschaffen und immer war da dieses Bild von der großen, wunderschönen Villa mit großem Garten und am besten einem kleinen See, in dem wir nach Herzenlust baden oder einfach am Ufer sitzen und die Ruhe genießen könnten, das uns gemeinsam geleitet hat.

Ich erschuf mir ein Leben in Fülle mit viel Liebe, Lebensfreude und auch… mit vielen, vielen Dingen.

Und da passierte es, dass es dem kleinen Vagabunden in mir, der sich immer ganz gut mit einer kleinen Ecke meines Herzens und Handels zufrieden gab, doch eines Tages zu eng wurde.

Immer öfter piekste ihn irgendeines der vielen Dinge in die Seite und wenn das geschah, dann rückte er einfach ein kleines Stück zur Seite, wo noch Platz war. Doch irgendwann war kein Platz mehr.

Da wurde der kleine Vagabund ein bisschen sauer, stampfte mit einem Bein auf und sprach:

„Liebe Christina, ich hab mich immer damit zufrieden gegeben, nur einen kleinen Teil Deines Lebens auszumachen. Doch ab heute ist es genug. Ich wünsche mir, dass jetzt auch mal ich an der Reihe bin!“

Wer kann so einem charmanten Wut- und Mutausbruch schon wiederstehen?

Also begann ich damit, mein Leben zu verändern bzw. meine Geschichte neu zu schreiben:

Ich wollte weniger Dinge und dafür mehr, nein, ganz viiiieeeel Freiheit! 😍😍😍

Ich ließ alles los. Warf alle meine Lebensentwürfe über Bord.

Mein Mann und ich trennten uns im Feb 2017. Ich stand eines morgens auf und sagte einfach: „Ich kann nicht mehr kämpfen.“ Und er sagte: „Dann musst Du loslassen.“

Damit war (fast) alles gesagt und seitdem gestalten wir unser beider Leben neu. Getrennt und gemeinsam. Und ja, es ist so friedvoll, wie es sich anhört. Auch dank dem, was wir voneinander und in vielen Veränderungs- und Lernprozessen in den vielen Jahren gelernt hatten.

Und schon nach kurzer Zeit begann der kleine Vagabund in mir, immer größer und lebendiger zu werden.

Er schlug mir vor, noch viel mehr loszulassen, mich ganz frei zu machen von all den Sachen in meinem Leben und in ein Wohnmobil zu ziehen.

Fröhlich stimmte ich zu und schon ging es los.

Und so räumen mein kleiner, großer Vagabund und ich gerade dieses Haus aus, in dem wir noch ca. 2 Monate leben werden.

Danach geht das Leben weiter im Wohnmobil. Und da ich ja der Autor meines Lebens bin, habe ich ein Wohnmobil in diese Geschichte eingebaut, das auch einen extra Platz für meine beiden Hunde hat.

Was gerade auch passiert ist sehr spannend: Einige Menschen erzählen mir nun IHRE Version MEINER zukünftigen Geschichte vom „Leben im Wohnmobil“. Und die ist nicht immer so lustig, wie meine eigene. 😉😁😁

Ich bin wachsam und bleibe bei meiner Version, die ziemlich cool ist! 😍😁😍😁

Und mein kleiner, großer Vagabund… der tanzt!

Alles Liebe
Christina

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