#LebenimWoMo Part3

Leben im Wohnmobil – 25 Fragen, die mir immer wieder gestellt werden

Fast immer, wenn ich irgendwo über mein Leben im Wohnmobil erzähle, werden mir in etwa die gleichen Fragen gestellt.

Ich freue mich über dieses Interesse und dachte, es wäre eine gute Idee, genau die 25 Fragen, die mir am häufigsten gestellt werden, mal in einem Blogartikel zusammenzufassen.

Wichtig: Die Antworten habe ich nach meinem aktuellen Wissenstand beantwortet. Sollte ich irgendwo falsch liegen oder meine Information nicht mehr aktuell sein, freue ich mich über einen Hinweis (gerne auch mit Quellenangabe) per Email an: christina@mein-leben-im-wohnmobil.de.

Ich lerne immer noch gerne dazu!


Inhaltsverzeichnis – alle 25 Fragen auf einen Blick:

Klicke auf die jeweilige Frage, um direkt zur Antwort zu gelangen!

  1. Wie machst Du das mit der Meldeadresse?
  2. Wie bekommst Du Deine Post?
  3. Wie finanzierst Du Dein Leben im Wohnmobil?
  4. Wie lässt sich die Selbständigkeit mit dem Leben im Wohnmobil vereinbaren?
  5. Wie funktioniert das mit der Krankenversicherung?
  6. Ist das nicht schwierig mit dem Internet?
  7. Was kostet ein Wohnmobil?
  8. Was machst Du im Winter?
  9. Wohnst Du allein im Wohnmobil?
  10. İst das nicht zu klein mit 2 Kindern?
  11. Wie kommen deine Kinder so zurecht im Wohnmobil? Werden sie in der Schule deswegen schief angemacht?
  12. Darf man mit einem Wohnwagen überhaupt überall stehenbleiben?
  13. Wie lange darf man mit einem Wohnmobil irgendwo stehenbleiben?
  14. Hast Du einen festen Platz oder stehst Du immer irgendwo?
  15. Ist wild campen in Deutschland nicht verboten?
  16. Reist du einfach rum? Auch außerhalb von Deutschland?
  17. Wie hat es sich bei dir entwickelt? Wie kam es, dass du diese große Veränderung wolltest?
  18. Von 140 auf 14 Quadratmeter! Gibt es Tipps und Tricks so viel loszulassen?
  19. Mich schreckt die fehlende Dusche, die saubere Toilette und vor allem eine fehlende Waschmaschine. Wie machst Du das?
  20. Was machst du im Sommer mit den Hunden? Ist das nicht zu warm für die beiden im Wohnmobil wenn du arbeiten gehst?
  21. Wie funktioniert das mit dem Strom?
  22. Woher bekommst Du Wasser? Und wie weit kommt man mit den 100 Litern Frischwasser, die Du im Tank hast?
  23. Darf ich fragen was du machst wenn deine „Wohnung“ mal länger in eine Werkstatt muss?
  24. Welche Nachteile würdest du sagen hat das Leben im WoMo bzw. was schränkt dich am meisten ein?
  25. Was vermisst Du am meisten?

Hier sind also die häufigsten 25 Fragen und Antworten über mein Leben im Wohnmobil:

Nr. 1: Wie machst Du das mit der Meldeadresse?

Oder alternativ:

  • Braucht man in Deutschland eine Meldeadresse?
  • Brauchst Du nicht eine Postadresse?
  • Ist das gesetzlich in Ordnung?
  • Wohnst du zu 100 % im Wohnmobil? Wie machst du das mit Meldeadresse und Co.?

Ja, ich habe eine Meldeadresse. Bei einer Bekannten.

Diese Bekannte hat ein Haus, wo ich als Mieterin gemeldet bin. Sie konnte mir also eine Wohnungsgeberbestätigung ausstellen, die man heutzutage bei der Anmeldung beim Einwohnermeldeamt braucht.

Wichtig:

Ein Freund, der Dir gerne eine Meldeadresse anbieten will, aber selbst Mieter ist, darf diese Wohnungsgeberbestätigung nicht einfach so ausstellen, sondern muss sich die Untermiete – auch wenn Du nicht wirklich dort wohnst – vom eigenen Vermieter bestätigen lassen.

Inzwischen sind die Gesetze hier sehr streng und man kann wegen illegaler Wohnungsnutzung richtig Ärger bekommen, wenn man das missachtet!

Ich kenne auch einige, die eine Meldeadresse bei ihren Eltern haben. Grundsätzlich gilt dort aber das gleiche.

Einen Mietvertrag abschließen braucht man aber in beiden Fällen nicht, die Wohnungsgeberbestätigung reicht.

Nr. 2: Wie bekommst Du Deine Post?

Meine Post wird – wenn ich nichts anderes angebe – an meine Meldeadresse gesendet.

Von dort wird sie per Nachsendeauftrag weitergeleitet an die an einen Digitalisierungsservice. Die Firma heißt Caya und ich empfehle sie gerne, weil ich sehr zufrieden bin damit.

Die Deutsche Post macht das auch, aber da ist es recht teuer.

Und das coolste… ich kann dort online aussortieren, was ich nicht brauche und das entsorgt diese Firma dann auch gleich. Nur was ich wirklich in Papierform brauche wird mir dann alle 3 Monate (diesen Zeitraum kann man wählen) zugesendet.

Pakete lasse ich mir an Paketstationen schicken.

Nr. 3: Wie finanzierst Du Dein Leben im Wohnmobil?

Das Leben im Wohnmobil ist bei mir nicht nur Urlaub, sondern ich arbeite auch hier

Wenn ich erzähle, dass ich im Wohnmobil lebe, denken viele, dass ich nicht arbeite. (Wahrscheinlich, weil das Wohnmobil bei den meisten Menschen automatisch mit Urlaub verknüpft ist.)

Das ist allerdings nicht richtig. Ich bin selbständig und arbeite von meinem Laptop aus online oder – wenn ich eine Coachingsitzung habe – per Videokonferenz.

So verdiene ich meinen Lebensunterhalt. Ich arbeite jeden Tag einige Stunden, wie andere Menschen auch. Leben im Wohnmobil heißt nicht zwingend Dauerurlaub.

Nr. 4: Wie lässt sich die Selbständigkeit mit dem Leben im Wohnmobil vereinbaren?

Mein Gewerbe ist auf meine Meldeadresse in Deutschland angemeldet.

Ansonsten gelten für mich keine anderen Regelungen wie für andere Selbständige.

Natürlich muss ich darauf achten, dass ich der Versuchung „Urlaubsfeeling“ nicht erliege. Es fühlt sich zugegebenermaßen schon oft so an.

Aber das geht wohl auch jedem so, der zum Beispiel im Homeoffice arbeitet. Man braucht viel Selbstdisziplin, sonst funktioniert das Leben und Arbeiten im Wohnmobil nicht.

Nr. 5: Wie funktioniert das mit der Krankenversicherung?

Ich bin ganz normal krankenversichert, wie jeder Selbständige. 

Als Selbständige habe ich die Wahl zwischen Privatversicherung und freiwillig gesetzlich versichert. Ich wählte letzteres. Ich war mal eine Weile in privat versichert. Hat mir nicht so wirklich viel gebracht. Ich bin viel zu selten krank, als das sich das für mich lohnen würde. 😉

Aber das ist natürlich absolut individuell unterschiedlich und ich will hier keine Wertung treffen.

Nr. 6: Ist das nicht schwierig mit dem Internet?

Für meine Arbeit brauche ich gutes Internet.

Deswegen habe ich den Gigacube von vodafone mit 200GB und High Speed Internet. Man steckt den Cube einfach in die Steckdose und zack – WLAN (es gibt bei Amazon auch ein Netzkabel für 12V).

Die Netzabdeckung und die WLAN Reichweite sind hervorragend.

Was Preise angeht will ich hier nichts schreiben, weil sich das ja immer wieder ändert. Ich persönlich finde bis jetzt (Stand Juli 2020) das Preis-Leistungsverhältnis gut.

Der Vodafone Gigacube funktioniert (Stand 2020) allerdings nur in Deutschland. Roaming im Ausland geht nicht.

Nr. 7: Was kostet ein Wohnmobil?

Ein Wohnmobil gibt es in allen möglichen Preisklassen. Von klein und einfach bis groß und luxuriös.

Ich habe mich für ein Alkovenmodell entschieden, weil ich mit 2 Kindern und Hunden doch etwas Platz haben wollte. So haben wir im Alkoven noch ein zweites Bett und genug Platz auch für die Spielsachen der Kinder.

Ich habe 38.000 Euro für mein Wohnmobil bezahlt und das war – bezüglich der Ausstattung und der Größe – ein echtes Schnäppchen.

Aber natürlich gibt es auch günstigere Varianten und viele, die ich unterwegs treffe, kaufen sich einen Kastenwagen und bauen den selbst aus.

Da kommen oft ganz tolle Sachen raus und ich bin immer wieder fasziniert, was alles möglich ist. Allerdings bin ich halt nicht so der Handwerkertyp, daher war meins eben schon „fertig“.

Was ich schade finde ist, dass es hier so eine Art „Klassenkampf“ gibt. Und zwar lustigerweise nicht nur von „groß nach klein“, sondern oft andersherum.

Wer z.B. einen Bulli mit Dachzelt fährt und das als absolut ausreichend empfindet, für den bin ich mit meinem Alkoven schon gar kein „richtiger Camper“ mehr. Finde ich komisch… aber is eben so.

Nr. 8: Was machst Du im Winter?

Was das Leben im Wohnmobil im Winter angeht… das ist im Grunde kein Problem, solange man ein einigermaßen gut isoliertes WoMo mit Heizung hat.

Darüber könnte ich jetzt natürlich noch eine Menge schreiben, aber das würde wohl den Rahmen hier sprengen.

Deswegen habe ich dazu einen eigenen Blog gestartet:

Wintercamping.blog

Dort entstehen nach und nach Blogartikel zum Thema Campen im Winter. Ein Freebie mit meinen 12 kuscheligsten Ideen fürs Campen im Winter gibt es schon.

Nr. 9: Wohnst Du allein im Wohnmobil?

Nein, ich lebe mit meinen beiden Kindern und meinen beiden Hunden im Wohnmobil.

Meine Kinder wohnen jede zweite Woche bei mir. Mein Exmann und ich haben uns für das Wechselmodell entschieden, also 50:50.

Meine Kinder sind 8 und 10 (Stand 2020) und wir hatten die letzten zwei Jahre sehr viel Spaß und Abenteuer mit diesem Leben.

Nr. 10: İst das nicht zu klein mit 2 Kindern?

Meine Kinder wohnen jede zweite Woche bei mir. Wenn sie ständig bei mir wären, wäre es uns vielleicht auf Dauer zu eng.

Wobei ich das nur vermuten kann, weil es halt nie so war, außer in den Ferien, wenn wir dann z.B. 3 Wochen in Norwegen unterwegs waren. Aber Urlaub ist ja auch nochmal anders wie Schulalltag.

Wenn man auf so wenig Platz lebt, arrangiert man sich natürlich anders.

Wir schaffen Rückzugsräume z.B. indem sich dann ein Kind in den Alkoven und ein Kind hinten in mein Bett zurückzieht. Und Mama sitzt dann im Wohnraum. Keine Türen, aber Vorhänge. Und natürlich kann dann keiner laut Musikhören, außer mit Kopfhörern.

Es ist einfach mehr Rücksichtnahme angesagt und im Grunde finde ich, dass das für uns als Familie eine gute Lektion war. 

Nr. 11: Wie kommen deine Kinder so zurecht im Wohnmobil? Werden sie in der Schule deswegen schief angemacht?

Meine Kinder finden das Leben im Wohnmobil toll. In der Schule war das eine Weile was Besonderes (aber nicht im negativen Sinne), aber dann hatten sich alle recht schnell daran gewöhnt.

Wichtig ist wohl, dass man selbst dahinter steht.

Was ich sehr schön finde ist, dass meine Kinder in den letzten 2 Jahren sehr viel gelernt haben.

Sie sind sehr selbständig geworden.

Welcher 8-jährige weiß schon, wie man den Strom an einem Wohnmobil anschließt und was „Landstrom“ bedeutet?

Ich finde, sie sind sehr flexibel. Wo wir stehen, sind wir zu Hause. Sie steigen aus und finden etwas zum Spielen.

Nr. 12: Darf man mit einem Wohnwagen überhaupt überall stehenbleiben?

Diese Frage habe ich mit Absicht aufgenommen, obwohl sie falsch gestellt ist. Denn auch das passiert ständig. Wohnmobil und Wohnwagen werden verwechselt.

Dabei gibt es hier ziemlich große Unterschiede. Und ich meine damit nicht, dass das eine gefahren und das andere gezogen wird, das ist meist jedem klar. 😉

Doch es ist ein großer Unterschied, ob man mit einem Wohnmobil unterwegs ist oder mit einem Wohnwagen.

An ein Wohnmobil ist man zwar stärker gebunden, weil man es „überall mit hin nehmen muss“, andererseits darf man mit einem Wohnmobil eben auch überall parken, wo auch Autos parken dürfen, solange nichts anderes ausgeschildert ist und man niemanden behindert.

Auch die gesetzlichen Vorschriften, wie lange ein Wohnwagen irgendwo stehen darf, sind anders. Damit kenne ich mich aber nicht so gut aus, weil ich eben ein Wohnmobil fahre und keinen Wohnwagen. 😊

Nr. 13: Wie lange darf man mit einem Wohnmobil irgendwo stehenbleiben?

Leben im Wohnmobil - Stellplätze

Parken darf man ein Wohnmobil grundsätzlich überall, wo auch Autos parken dürfen, es sei denn es ist ausdrücklich untersagt z.B. durch Höhenbeschränkungen oder so.

Übernachten darf man allerdings nicht länger irgendwo an der Straße, eigentlich nur eine Nacht. Das zählt dann zu „Wiederherstellen der Fahrtüchtigkeit“ (bis 10 Stunden).

Ich bin allerdings noch nie irgendwo verjagt worden, weil ich mich halt auch unauffällig verhalte. Und mit der Zeit lernt man auch, wo man stehen kann und wo nicht, wenn man ein wenig aufmerksam ist.

Auf Wohnmobilstellplätzen ist die erlaubte Dauer des Aufenthalts sehr unterschiedlich. Von 48 Stunden bis unbegrenzt habe ich schon alles gesehen.

Nr. 14: Hast Du einen festen Platz oder stehst Du immer irgendwo?

Ich habe keinen festen Stellplatz und stehe sozusagen „immer irgendwo“.

In Deutschland gibt es eine ganze Menge Stellplätze für Wohnmobile. Ich stehe im Grunde recht selten irgendwo frei (also am Straßenrand).

Stellplätze für Wohnmobile sind im übrigen keine Campingplätze. Es sind sozusagen Parkplätze extra für Wohnmobile.

Manche haben Strom, Wasser und Entsorgungsmöglichkeiten, andere haben gar nichts davon. Die Preise sind sehr unterschiedlich, von kostenlos bis ca. 15 Euro pro Übernachtung (2020).

Es gibt verschiedene Apps und Google Maps, da sind alle Wohnmobilstellplätze und Parkgelegenheiten für Wohnmobile, die manchmal auch privat oder auf Bauernhöfen angeboten werden, drin. 

Nr. 15: Ist wild campen in Deutschland nicht verboten?

Ja, ist es.

Wer frei steht und direkt Tisch und Stühle rausholt bzw. die Markise ausfährt, macht sich natürlich nicht direkt Freude. Ich würde allerdings auf keinem normalen Parkplatz auf diese Idee kommen.

Und natürlich kann man in Deutschland auch nicht einfach auf irgendeine Wiese eines Bauern fahren und sich dort ausbreiten.

Ich stehe meist auf Wohnmobilstellplätzen, mal bei Freunden am Parkplatz, mal auf einem Wanderparkplatz, mal am Straßenrand in ruhigen Wohn- oder Industriegebieten.

Wenn ich irgendwo parke, merkt in der Regel nicht mal jemand, dass ich da drin wohne. Kommt halt immer drauf an, wie man sich verhält. 

Nr. 16: Reist du einfach rum? Auch außerhalb von Deutschland?

Nein, da ich Kinder habe, die hier zur Schule gehen, kann ich leider nicht beliebig rumreisen. Aber in den Ferien, hole ich sie bei Ferienbeginn von der Schule ab und wir sind direkt unterwegs. Packen fällt aus, weil ja schon alles da ist. 

Nr. 17: Wie hat es sich bei dir entwickelt? Wie kam es, dass du diese große Veränderung wolltest?

In mir war schon immer der „kleine Vagabund„, der die Unabhängigkeit liebt. Nach der Trennung von meinem Mann stand die Frage im Raum, ob ich in der Wohnung bleibe oder meinen Traum endlich wahr mache.

Und ich dachte: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Hätte ich es mir erst einmal alleine in der Wohnung gemütlich gemacht, hätte ich es vielleicht nicht mehr gewagt. 

Auf diesem Blog habe ich in einer Blogartikelserie von der Hausauflösung und meinem Einzug ins Wohnmobil berichtet.

Der 1. Artikel dazu ist hier, aber wenn Du in der Seitenleiste auf #Hausauflösung klickst, bekommst du auch die ganze Artikelserie sortiert.

Nr. 18: Von 140 auf 14 Quadratmeter! Gibt es Tipps und Tricks so viel loszulassen?

Ja, ich glaube schon. Ich habe während dem Entrümpeln das Hörbuch von Marie Kondo gehört, das hat mir sehr geholfen.

Ich wollte aber auch endlich die vielen, über die Jahren angehäuften Dinge loswerden.

Besonders schwer war sowas wie Glückwunschkarten, etc. Und am Ende merkt man dann, dass es viel besser ist, einige wenige Erinnerungsstücke zu haben, als so viele, die man eh nie anschaut. 

Inzwischen helfe ich selbst Menschen dabei, ihr Leben zu entrümpeln und einfacher zu leben. Das macht mir echt Freude.

Nr. 19: Mich schreckt die fehlende Dusche, die saubere Toilette und vor allem eine fehlende Waschmaschine. Wie machst Du das?

Ganz einfach – ich habe aufgehört zu duschen und kaufe Wäsche nach einmal tragen neu!

Hihi, das ist natürlich ein Scherz! Nein…

Ich habe zum Glück Dusche und Toilette. Und beides ist sauber. 😊

Hier und da gönne ich mir auch mal richtig ausgiebig duschen in der Sauna (denn im WoMo duscht man natürlich nur kurz und sparsam).

Neben Baden und Duschen kann man sich ja auch wassersparender mit einem Waschlappen waschen. Hab ich als Kind noch gelernt… 😉

Das Waschen der Wäsche ist auch kein Problem. Es gibt überall Waschsalons.

Nr. 20: Was machst du im Sommer mit den Hunden? Ist das nicht zu warm für die beiden im Wohnmobil wenn du arbeiten gehst?

Da ich im Wohnmobil vom PC aus arbeite bin ich immer da.

Ich lasse die Hunde nur sehr selten länger alleine und wenn, dann achte ich natürlich darauf, dass das Wohnmobil nicht genau in der Sonne steht.

Wie man auf dem Foto sehen kann, habe ich hinten eine Hundebox im Wohnmobil. Da kann man die Außentüre offenlassen und sie bekommen durch die zweite Gittertüre jederzeit Frischluft. Dort steht auch Wasser für sie.

Nr. 21: Wie funktioniert das mit dem Strom?

Mein Strom kommt z.T. aus der Solarzellen auf meinem Dach.

An Stellplätzen gibt es auch oft Strom. Das ist besonders im Winter wichtig, wenn das Tageslicht nicht ausreicht, um genügend Strom über die Solarzellen zu erzeugen.

Das Thema Strom ist ansich ein Thema, über das ich einen ganzen Blogartikel schreiben könnte, aber hier verweise ich lieber auf meinem Wohnmobilkollegen von Amumot, der darüber einen hervorragenden Blog geschrieben hat. Ich habe auch beim ihm meine Lithium-Batterie gekauft, als ich strommäßig aufgerüstet habe.

Nr. 22: Woher bekommst Du Wasser? Und wie weit kommt man mit den 100 Litern Frischwasser, die Du im Tank hast?

Wasser gibt es auf vielen Stellplätzen.

100 Liter reicht mir ca. 5 – 7 Tage (wenn die Kinder dabei sind eher 5).

Allerdings trinke ich das Wasser aus dem Frischwassertank nicht und verwende es auch nicht zum Kochen, sondern nur zum Spülen und Duschen. Deswegen reicht es natürlich etwas länger.

Trinkwasser bewahre ich extra auf. In Flaschen und einem 10 Liter Kanister.

Das Wasser im Frischwassertank bleibt frisch durch ein kleines Netz mit Silberionen (Affiliatelink zu Amazon).

Dieses kleine Netz hängt im Tank und gibt diese Ionen, die das Wasser und somit auch die Leitungen rein halten von Keimen und Algen, gleichmäßig an das Wasser ab. Es hält ca. ein Jahr.

Diese Lösung finde ich super und sehr praktisch. Mein Wasser ist immer sauber und riecht gut.

Andererseits mag ich persönlich genau wegen den Silberionen das Wasser nicht trinken, auch wenn man es könnte. Das ist ein bisschen persönliche Philosophie. Viele geben in den Frischwassertank auch gar keine Zusätze, weil sie es oft genug erneuern.

Man findet hier im Internet viele Lösungsmöglichkeiten und ich spreche hier natürlich nur aus meiner Erfahrung.

Nr. 23: Darf ich fragen was du machst wenn deine „Wohnung“ mal länger in eine Werkstatt muss?

Dann finde ich ein Plätzchen bei guten Freunden.

Bisher konnte ich es allerdings mit den Werkstätten immer so regeln, dass ich auf die Reparatur warten kann.

Und ich hatte bisher auch Glück und keinen größeren Schaden.

Vieles habe ich sogar selbst reparieren können, wie z.B. den Blinker, den ich im Kampf mit einem Parkschild verloren hatte. *lach*

Nr. 24: Welche Nachteile würdest du sagen hat das Leben im WoMo bzw. was schränkt dich am meisten ein?

Ein paar Beispiele…

Manchmal zum Beispiel wünsche ich mir ganz simpel wieder Nachbarn, die ich kenne, wenn ich morgens raus gehe. Und manchmal ist es auch schön, dass es jeden Tag andere Menschen sind. 

Manchmal fühle ich mich einsam. Manchmal bin ich froh, viel allein zu sein.

Wenn Du morgens aus dem Dachfenster schaust, weißt Du nicht immer gleich, wo Du bist.

Mir passiert es oft, dass ich morgens beim Aufwachen erst mal überlegen muss, wo ich bin. Ich liebe dieses Gefühl. Du liegst noch so da mit geschlossenen Augen und könntest in diesem Moment überall sein. Dann kommt langsam die Erinnerung und manchmal merke ich, wie ich mich dann erstmal „drehe“, weil ich realisiere, wie genau herum ich mit dem Wohnmobil irgendwo stehe. Das ist echt abgefahren und ich mag es sehr. Und manchmal fühlt es sich auch anstrengend an, sich jeden Tag neu zu orientieren.

Ich bin sehr unabhängig und das ist toll. Ich habe ein Gefühl dafür entwickelt, was ich wirklich an Ressourcen (ver)brauche. Doch manchmal wünsche ich mir einfach wieder ein Klo, das ich nicht selbst ausleeren muss! *lol*

Ich liebe das naturnahe Leben im WoMo, aber wenn es drei Tage regnet, dann ist der Dauerlärm am Dach irgendwann echt zermürbend.

Ja, auch das Leben im Wohnmobil hat – wie alles – seine Vor- UND Nachteile.

Nr. 25: Was vermisst Du am meisten?

Am meisten vermisse ich hier und da eine Badewanne.

Doch vermutlich ist dieses Leben im Wohnmobil nicht für immer und ich denke, ich werde nicht für den Rest meines Lebens eine Badewanne missen müssen.

Es ist jetzt Juli 2020 und tatsächlich spielen wir gerade mit dem Gedanken, zum nächsten Schuljahr mal wieder eine Runde „Wohnung“ einzulegen.

Das Wohnmobil wird dann – für die Zeit, in der ich es nicht brauche – über PaulCamper, ein Portal für private Wohnmobilvermietung – vermietet. Das funktioniert super und ist billiger als normale Wohnmobilvermietungen.

Falls Du Interesse hast, das Leben im Wohnmobil mal für 2-3 Wochen auszuprobieren, dann ist das vielleicht eine Möglichkeit für Dich.

Du kannst Dir unter diesem Link mein Wohnmobil mal ansehen und eine Buchungsanfrage stellen:

Miss Liberty bei Paul Camper

… und schon sind wir am Ende.

Das waren die 25 Fragen, die mir am häufigsten zum Leben im Wohnmobil gestellt werden.

Ich hoffe, Du konntest dabei einige Antworten oder Inspirationen für Dich mitnehmen.

Ich kann nur sagen, ich habe den Schritt, das Leben im Wohnmobil einfach mal auszuprobieren, nie bereut!

Es waren zwei wundervolle, herausfordernde, entspannende, aufregende und lehrreiche Jahre und ich habe das Gefühl, ich bin durch diese Erfahrung. wieder ein Stück über mich selbst hinausgewachsen.

Alles Liebe
Deine Christina

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